Hau ihn einfach um!

Hau ihn einfach um!

Es gibt einen netten Werbespot: Zwei Boxer stehen im Ring und prügeln aufeinander ein. Mit dem Pausengong zeigt die Kamera erst den einen Trainer, wie er seinem Schützling, in der Ecke hockend, eine Vielzahl guter Ratschläge gibt: Deckung hoch, Distanz wahren, linke Führungshand benutzen, Beinarbeit. Und so weiter und so fort. Sein Schützling hört zu und sieht dabei nicht einmal sonderlich ratlos aus.
Gegenschnitt. Der Trainer in der anderen Ecke sagt nur einen Satz:

“Hau’ ihn einfach um!”

Was glauben Sie, wer jenen denkwürdigen Kampf gewonnen hat?

Um genau diese Dinge, dieses “Mach’ es einfach.” soll es hier gehen. Das “Einfache”, das schwer zu machen ist.  Die Dinge, Umstände und Ängste, die dem Machen im Wege stehen, immer wieder, immer wieder neu. Um die Möglichkeiten, die der Einzelne hat, die eine Gruppe, eine Abteilung hat, dies’ zu ändern.

Und es wird um die Kultur gehen, den spirit eines Unternehmens. Um den schmalen Grat zwischen Kultur und Barbarei – nun ja, ein hartes Wort, aber der Realität mancher Projekte durchaus angemessen. Denn wie sollte man es sonst nennen, wenn im großen Stil Ressourcen verschwendet werden, wenn Projekte weit hinter ihren – technischen, menschlichen und vor allem ökonomischen – Potentialen bleiben? Was ist es anderes als eine zeitgemäße Form der Barbarei, wenn Partikularinteressen von Einzelnen oder Gruppen ein sinnvolles, für alle gewinnendes Arbeiten unmöglich machen?

Große Themen, viele Fragen: Wunderbar! Wir freuen uns drauf.

P.S. Mehr zu diesem Thema gibt es von uns im aktuellen Resoom Magazin (Jan./Febr. 2009) ab Seite 20.

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